Elektrische Zigarette entlastet Passivraucher

Schon seit einigen Jahren ist das Passivrauchen Gegenstand kritischer Diskussionen und war sogar Anlass für die Einführung strenger Nichtraucherschutzgesetze: Die unfreiwillige Aufnahme von Zigarettenqualm über die Atemluft stellt tatsächlich ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko dar, besonders wenn sie regelmäßig stattfindet. Daran schuld sind Verbrennungsrückstände im Zigarettenrauch, welcher bis zu 62 Stoffe enthält, die nachweislich als krebserregend gelten. Lange hat dieses Problem das friedliche Zusammenleben von Rauchern und Nichtrauchern belastet. Mit dem Nichtraucherschutzgesetz haben Raucher das Nachsehen: Bei Wind und Wetter stehen sie vor der Tür, wenn sie schnell mal eine Zigarette genießen möchten.

Nikotingenuss ohne Verbrennungsrückstände

Mit der Erfindung der e-Zigarette gehört die Schadstoffbelastung der Vergangenheit an. Da eine elektrische Zigarette auf dem Prinzip der Verdampfung beruht, entstehen keinerlei Verbrennungsrückstände. Dies ergaben zwei im Oktober 2012 veröffentlichte Studien, welche die Auswirkungen des Passivdampfens zum Gegenstand hatten. Der Dampf habe »keinen Effekt auf die Blutwerte von Dritten«, resümiert Studienleiter Andreas Flouris und bestätigt damit wissenschaftlich, was die Anhänger der e-Zigarette schon immer wussten: Das Dampfen nikotinhaltiger Liquids bietet gegenüber dem herkömmlichen Rauchen von Tabakzigaretten bedeutende gesundheitliche Vorteile.

Besonders in Raucherhaushalten mit Kindern ist der Umstieg auf die elektrische Zigarette dringend empfehlenswert, denn die Kleinen reagieren besonders empfindlich auf Tabakqualm. Passivrauchen im Kindesalter erhöht das Allergierisiko und die Anfälligkeit für Bronchitis eklatant, und auch eine beginnende Nikotinabhängigkeit ist nicht ausgeschlossen. Das Krebsrisiko jugendlicher Passivraucher ist zudem lebenslang erhöht, auch dann, wenn sie selbst Nichtraucher bleiben.

Raucher, die sich für eine e-Zigarette entscheiden, senken das Gesundheitsrisiko ihrer Mitmenschen, wodurch sich oft jahrelange Streitereien in Wohlgefallen auflösen. Doch auch das eigene Wohlbefinden profitiert von der elektrischen Zigarette: Die Lunge wird geschont, das Herz-Kreislaufsystem entlastet, schädliche Plaque-Bildung an den Gefäßinnenwänden gehört der Vergangenheit an.

Auch für das Dampfen gilt: Nikotin ist ein Suchtmittel

Obwohl die e-Zigarette eine bedeutende gesundheitliche Verbesserung darstellt, gibt es Personengruppen, die dennoch auf Nikotin verzichten sollten. Hierzu gehören Kinder, Jugendliche, Schwangere, stillende Mütter und Menschen, die bereits unter einer Herz- oder Kreislauferkrankung leiden. Auch die neue, saubere Form des Nikotingenusses sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Nikotin ein Suchtmittel ist, das sehr schnell abhängig macht: Wer vorher Nichtraucher war, sollte es unbedingt bleiben!

Wer seinen Nikotinverbrauch senken möchte, hat die Möglichkeit, sich durch die Wahl von immer schwächer konzentrierten Liquids aus der Sucht »auszuschleichen«. Wer den Geschmack der Liquids und das gewohnte Ritual mag, kann auch nach dem Entzug weiter seine elektrische Zigarette genießen, denn fast alle Liquids sind auch in nikotinfreien Varianten erhältlich.